Niedernhausen - Limburg
oder
Paris - Dakar

Einem mal wieder frühen Start in Dillingen folgte eine pünktliche Ankunft in Niedernhausen bei Dieter.


  8 (!) Lemminge waren dem Ruf ins Hessische gefolgt- große Besetzung!
Nur das vom vorletzten Mal so unrühmlich bekannte CombatWombat hatte bei der Erwähnung des Ortes "Wiesbaden" bereits in Dillingen vor Schreck den Geist aufgegeben und wollte partout nicht anspringen.
Also fuhr Astrid das gelbe 5000er (stark auch auf langen Strecken) von Iris,
Iris fuhr ihr neues orangenes 5000er "Apfelsinchen"(anzugsstark und spurtschnell) ,
Jörg das blaue "Tier" (dauerschnelles Teil!),
Rita und Udo die ungarischen Bergziegen (O - Ton Udo: "Ich trete am Berg NIE mit."),
Peter "die Schwarze aus Metz" (die Zuverlässige), 
und Pit und Andreas ihre 3800er in bewährter Ausfahrten - Qualität.


Bei Müllers stand schon das Frühstück auf dem Tisch, und nach und nach trudelten jede Menge Mitfahrer ein - die Ascheberger, Marcel & Marcel aus Holland,
Peter & Peter aus Velbert und Oberhausen, die schnellen Münsterländer (naja, relativ schnell...), Ulrich aus Nürnberg und Röhners aus der Wetterau - kurz gesagt, an die 40 Teilnehmer kamen da zusammen!


Bewaffnet mit Trillerpfeife und kräftiger Stimme gab Dieter eine kurze Vorschau auf das, was uns erwartete (O.K., ein paar Sachen hat er ausgelassen...),
und los ging´s in langer Schlange Richtung Limburg.


Bereits nach einer knappen Stunde erwartete uns in einem wunderbar schattigen Garten ein Zweitfrühstück (es wird immer komfortabler!) mit deftiger Fleischwurst, dem ersten Äppelwoi des Tages und der ersten Gelegenheit zu einem ausführlichen Plausch mit alten und neuen Solex-Freunden.




Und weiter ging´s bei steigenden Temperaturen und steigender Strecke.
Aufgeben mußte leider der Mitfahrer mit dem Anhänger und seinen zwei munteren Terriern - aber gegen die schlaffen Reifen war kein Kraut gewachsen.
Schade!


Nachdem die Strecke nicht mehr weiter steigen konnte
(O - Ton Steffen: "Wir fahren eigentlich mehr flache Strecken und lassen es dann so richtig laufen.."), ging sie zwar in der Ebene weiter, dafür aber bedeckt mit einer schicken Schotterschicht und garniert mit feinstem Staub und unerwarteten Schlaglöchelchen, so daß keine Langeweile aufkommen konnte.


Auch ein Waldstück mit schmalem Weg, breiten entgegenkommenden Radfahrern und einem Bach, der immer ganz knapp rechts von der Reibrolle erwartungsfroh dahinplätscherte, kitzelte die Trial - Leidenschaft im Solexfahrer heraus.

Vorbei an Ober- und Unterselters und den Zeugen Jehovas (Dieter, an dir ist ein Fremdenführer verlorengegangen!) erreichten wir pünktlich Limburg.






Nach kurzer Erklärung zur Stadt (Trillerpfeife!) schwärmten wir in die umliegenden Gasthäuser aus. Plätze im Schatten erfreuten sich größter Beliebtheit - und kaltes Weizenbier!
Und dann die große Überraschung - HESSENTAG! Vorbei an Menschenmassen, Kinderwagen, Skatern, Radfahrern und Polizisten schlängelten wir uns in Richtung Idstein.Soviel Publikum hatten wir noch nie! Und zwar (fast nur) begeistertes Publikum! Hier ein paar der köstlichsten Bemerkungen, die uns während der Vorbeifahrt ins Ohr wehten:"Mutter - das sind ja TAUSENDE!""Papa, o wie geil, kaufst du mir eins?""Ach Gott - wie fahre denn die Dinger?!""Die gibts ja sogar in rot...""Herrgott, was e Gestank!!"Und schließlich wurden wir in Idstein mitten im Festgetümmel ganz herzlich von einem Verein begrüßt, der sich rund um Niedernhausen um Streuobstwiesen und Äppelwoi-Herstellung verdient macht.




Sogar Bänke wurden eigens für uns herangeschafft, wir bekamen eine extra Ansprache im Festzelt, und auch die Kostprobe Äppler aus dem blauen Krug haben wir so richtig genossen (mein persönlicher Liebling war der Apfelsaft mit Kräutern - genial!!). Und aus dem New-Orleans-Hit der Blaskapelle "Ice cream - you scream" wurde natürlich umgehend "Velo - Solex, everybody loves Solex..."
Aber dann mußten wir leider wieder zurück auf die staubige Piste. Trillerpfiff - und weiter ging´s zurück von Dakar nach Paris.Inzwischen waren alle Solexe staubgepudert, die Hälse und Nasen sonnenverbrannt und die Hände taub vom Bremsen ziehen (O-Ton Iris: "Bitte, laß bald Niedernhausen sein..."). Erleichterung boten die Abfahrten mit Gegenwind und eingehängtem Motörchen. Und die diversen Fototermine.....


Und endlich war "Niedernhausen"! Und Carmen! Dieter´s Frau hatte das, was wir alle am dringensten brauchten: Selters, Selters und nochmal Selters.....( an dieser Stelle herzlichsten Dank an alle Helfer, die uns so freundlich bewirtet haben!)Dann verschwanden noch  etliche Menschen in Dieter´s unergründlichen Gewölben, aus denen Solex-Fans immer mit verklärtem Gesicht wieder auftauchen, und schon war es Zeit zum Abschiednehmen.

Dieter, du warst Klasse, alle Reibrollen sind heil heimgekommen, keiner ging verloren....LEMMINGLAND dankt HESSENLAND! Bis zum nächsten Mal

P.S. Hallo, Marcel & Marcel, das wäre schön, wenn ihr mal zu uns ins Saarland kommt. Vielleicht klappt´s im Herbst!
 
 
 
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