Wenn Lemminge Urlaub machen oder:
Ausfahrt mit (Pott)Enten

Was macht der saarländische Lemming am langen Wochenende (8.-12.Mai)?
Er packt seine Solexe in diverse Autos, stopft Zelte, Werkzeug und Bier in die Zwischenräume und begibt sich nach Hattingen an der Ruhr (Kris, es war wirklich nicht die Wupper).
Eine Idee von Rainer"Birne"Birnstein, Solex- und Entenfan, nimmt Fahrt auf.


Kaum angekommen auf der frisch gemähten Riesenwiese, stürzten sich alle ins Begrüßungszeremoniell (nachdem der vergessene Grill schnell noch nachgekauft wurde - alles in OBI). Zuerst noch etwas schüchtern im Entengeschnatter, wurden die Lemminge mit Amaretto, Williams und Steinhäger schnell in die Mitte genommen. Als Gastgeschenk überreichten wir einen Ringel Lyoner (was sonst!) und einen Baguette-Kerzenständer, der im Laufe der Tage richtig gut durchhärtete (wie wir auch).


Nachdem wir die anwesenden Enten(Autos und Menschen) gebührend bewundert hatten - besonders schön: Barbarellas Entchen mit den Sonnenblumenaugen - wurde ordentlich abgegrillt und die erste Portion Bier vernichtet (großes Staunen: Saarländer trinken Bier aus Literflaschen!).



Abends konnten wir feststellen, daß Pott-Enten zum Pyromanentum neigen: sowas von Laber - äh - Lagerfeuer sieht man selten! Palettenberge und Riesenmikado-Hölzer wurden da abgefackelt, der Großraum Hattingen ist inzwischen zur holzfreien Zone erklärt worden. Sagenhaft!!







Und endlich lernten wir, was man unter dem "legendären Entenhaubensurfen" versteht. An eine Ente (oder an eine halbe, dafür satellitengesteuerte) wird eine rumgedrehte Entenmotorhaube gebunden, mehrere Kinder reingesetzt - und los geht´s! Erwachsene surfen im Stehen und vermitteln einen Ben-Hur-mäßigen Eindruck. Irrwitz! Schöön!!




Wir waren einfach nicht vom Platz zu kriegen - außerdem mußten wir ja verschiedenen Kindern und Jugendlichen das Solexfahren beibringen. Auf der hoppeligen Wiese war schnell eine wilde Jagd zugange, wir wußten gar nicht, was so ein Solexje alles aushält!

An den nächsten 2 Tagen haben wir uns dann doch am Riemen gerissen, alle Schrauben wieder festgezogen und schöne Ausfahrten unternommen.










Peter Alpers war uns ein kundiger Vorausfahrer, und auch Manfred aus Klein Meckelsen und Andreas aus Einen waren inzwischen eingetroffen.



Wir sahen Hattingen(Bügeleisenhaus), Velbert (wo auch der Papst schon war!) und Langenberg(lekker Eis haben die da). Vom Platzregen überrascht, fanden wir bei Peter und Brigitte in Velbert Unterschlupf und eine gute heiße Suppe zum Aufwärmen (vielen Dank nochmal, das war prima organisiert und unsere Rettung).




Freitagabend und Samstag war Schlammhüpfen angesagt. Dank einer nicht verfeuerten Palette (den pyromanen Entenkindern entrissen und schwer verteidigt) blieb Jörg und Iris der Untergang im Zelt erspart. Trotzdem - wir haben noch selten so viel zusammen gelacht und geblödelt wie an diesen Tagen. Enten sind halt gerade bei feuchtem Wetter unschlagbar, selbst wenn die Ruhr schon halb auf den Platz läuft und mitfeiern will.










Und wieder brannte das Laber - äh - Lagerfeuer (Entenfeuer brennt auch im Regen), und dann gab es da noch diese Riesenportionen frische Bratskartoffel mit Speck und Zwiebeln und diese vielen Getränke und diesen Manni (Dyane!!), der so wild aus dem Stegreif Lieder dichten konnte ("...ich leb´Tür an Tür mit Enten..."), und weder Lemminge noch Enten fanden so richtig in die Zelte. Aber zur Beobachtung des Sonnenaufgangs über der Ruhr hat´s dann doch nicht mehr ganz gereicht. Aber nächstesmal!!
Denn wir haben fest beschlossen:
1. Enten und Solexe, das hat was.
2. Da fahren wir wieder hin.
3. Die laden wir mal ein - auf ein Solextreffen!
Seid alle nochmal herzlich bedankt für die schönen Tage (und für das tolle Abschiedsbild - jetzt wissen wir auch die Namen, die wir noch nicht wussten!) und
BIS NÄCHSTES JAHR IN HATTINGEN - und sicher noch dieses Jahr im Saarland!

Iris, Jörg, Peter, Andreas, Kris und Astrid Elisabeth


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