BIRGDEN RUFT UND ALLE KOMMEN (oder noch ein paar mehr)

 

So hieß es letztes Jahr am Ende unseres Berichts über Dieters Ausfahrt. Weise gesprochen!

Doch der Reihe nach.

Das schönste ist ja die Wiedersehensfreude und die Begrüßung - jeder hängt jedem um den Hals, Philip ist schon wieder gewachsen, die Gaggia läuft auf Hochtouren und das kalte Bier steht vorerst mal da, wo es immer stand :-))

Klaus brät Bratskartoffeln, Dieter grillt und Andrea schleppt Geschirr. Same procedure as every year (Ratespiel um Mitternacht: wie heißen die vier Tischgenossen bei "Dinner for one - na? Na klar, DREI fallen mir auch ein, aber der vierte....). Eine besondere Idee war diesmal die Bierkühlung in einem Riesenmilcheimer, und die absolute Attraktion ein Tischfußball ("Philip, spiel mal mit Jörg, der war letztes Jahr Saarlandmeister...."). Als mitternächtliche Attraktion und zur Erwärmung des Hofes diente ein riesiger Allesbrenner, der  unter heftigster Rauchentwicklung zur Hochform auflief. Natürlich wollten wir alle rechtzeitig in die Betten, hat aber wieder nicht geklappt. Macht nix.

 

Die Erweckung der Draußen-Wohn-Bauwagen-und-Zelt-Schläfer klappte dank verschiedener Gockelhähne, Pfauen und Enten in der näheren Umgebung reibungslos. Und während des wie immer üppigen Frühstücks trudelten dann auch die Mitfahrer ein - halb Holland inclusive einer Micron, ein bißchen Belgien, ein bißchen Fronkraisch, Bewohner der verschiedensten deutschen Großstädte - und pünktlich konnten wir uns auf den Weg machen. Das Wetter hat traumhaft mitgespielt, blauer Himmel und Sonnenschein ohne Ende. Flachländisch und mit relativ hoher Reisegeschwindigkeit kamen wir gut voran. Inzwischen legt sogar Dieter ab- und zu eine Rauchpause für die Paffer ein.....und wenn mal wieder ein Reifen platzt, hat man ja auch ein bißchen Zeit zum Rumstehen und fürs Gespräch. Auch diesmal ging die Tour wieder munter über deutsche, niederländische (danke an Fer und Carla, die uns über den Unterschied zwischen Holland, die Niederlande und Limburg aufgeklärt haben) und belgische Grenzen hinweg. Während Peter sich beim Mittagessen in Holland wähnte, waren wir schon unbemerkt ins belgische übergewechselt......die machen aber ganz gute Spaghetti da, nicht nur Fritten!

Schönes Erlebnis während der Fahrt: eine lange Reihe zumeist britischer Cabrio-Oldtimer, die uns entgegenkamen und viel Gehupe, Gewinke und Gebimmel auf beiden Seiten.

Den Gleichgewichtssinn konnte man auf der Fahrt über den schmalen Pfad auf dem Maas-Deich testen (es war die Maas und nicht die Wupper, wie Shakespeare schon sagte), das muß ein toller Anblick gewesen sein vom gegenüberliegenden Ufer....50 Solexe hintereinander wie Perlen auf der Schnur :-)

Alle haben heil nach Birgden zurückgefunden, und der Abschied fiel wieder allen schwer - wie immer *heuuul*. Dem ist fast nichts mehr hinzuzufügen....

doch, jetzt kommt´s: Ulrich hat es tatsächlich geschafft, den Teilnehmern der Nürnberger Schäufeles-Tour ihre wohlverdienten Knochen mitzubringen, mit Lederbändchen und korrekt beschriftet. Ja sowas :-))

 

Lieber Dieter, liebe Andrea, lieber Klaus, nochmal vielen Dank für die tolle Tour, wir werden euch auch nächstes Jahr erhalten bleiben!

Und besonderen Dank an Philip, der jedes Jahr aufs neue zu den Großeltern auswandern muß, damit auch in seinem Kinderzimmer die Solexfahrer übernachten können!


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